Sperrung durch Dritte
Ein einziger Krimineller im selben geteilten Pool kann eine Sperrung auslösen, die Ihr gesamtes Team trifft, obwohl Ihre Organisation nichts falsch gemacht hat.
Eine dedizierte IP ist eine feste IP-Adresse, die exklusiv Ihrer Organisation zugewiesen ist und nur von Ihrem Team genutzt wird, wenn es sich über Ihr VPN verbindet. Eine geteilte IP stammt aus einem Adresspool, den viele verschiedene Nutzer gleichzeitig verwenden. Die Wahl beeinflusst Ihre IP-Reputation, die Verlässlichkeit Ihrer Zugriffskontrolle, Ihre Compliance und die Möglichkeit, Netzwerkaktivität bestimmten Personen zuzuordnen.
Die beiden Modelle nebeneinander, entlang der Kriterien, die für Unternehmen am wichtigsten sind
| Merkmal | Geteilte IP | Dedizierte IP |
|---|---|---|
| IP-Adresse | Wechselt: aus einem geteilten Pool | Fest: nur für Sie, wechselt nie |
| Mandantenmodell | Multi-Tenant | Single-Tenant |
| IP-Reputation | Vom Verhalten anderer Nutzer abhängig | Vollständig unter Ihrer Kontrolle |
| Verlässlichkeit beim Whitelisting | Unzuverlässig: IP wechselt | Verlässlich: immer dieselbe IP |
| Zuordnung von Sitzungen | Schwierig: von vielen Nutzern geteilt | Pro Nutzer, pro Sitzung |
| Zugriffsprotokolle | Nicht verfügbar | Verbindungsereignisse pro Nutzer |
| Widerruf des Zugriffs | Manuell, oft langsam | Sofort |
| Kosten | Niedriger | Höher: durch Kontrolle gerechtfertigt |
Zum privaten Surfen reicht eine geteilte IP oft aus. Für Unternehmen, die verlässliche Zugriffskontrolle, Compliance-Nachweise oder eine saubere IP-Reputation brauchen, ist eine dedizierte IP die richtige Wahl.
Das geteilte Modell bringt Risiken mit sich, die nichts mit dem Verhalten Ihrer eigenen Organisation zu tun haben
Ein einziger Krimineller im selben geteilten Pool kann eine Sperrung auslösen, die Ihr gesamtes Team trifft, obwohl Ihre Organisation nichts falsch gemacht hat.
Der Datenverkehr mehrerer Organisationen läuft über denselben VPN-Server und vergrößert so die Auswirkungen jedes Sicherheitsvorfalls auf dieser Infrastruktur.
Wenn sich IPs zwischen Mandanten überschneiden, lassen sich Sitzungsprotokolle kaum eindeutig einem bestimmten Nutzer zuordnen. Untersuchungen und Audits werden dadurch unzuverlässig.
Ihre IP-Reputation liegt ganz in Ihrer Hand. Das Verhalten Dritter hat keinen Einfluss: Es zählt nur, was Ihr Team tut.
Ein Single-Tenant-VPN-Server isoliert den Datenverkehr auf Ebene der Infrastruktur: Ihre Daten teilen sich nie einen Weg mit einer anderen Organisation.
Jede Sitzung ist an die Zugangsdaten Ihrer Organisation und Ihre feste IP gebunden. Das ergibt einen sauberen, belastbaren Audit-Trail.
Aufsichtsbehörden und Prüfer erwarten, dass Organisationen nachweisen, wer wann auf welche Systeme zugegriffen hat
Sitzungsprotokolle eines geteilten VPNs vermischen Ihre Zugriffsdaten mit der Aktivität anderer Mandanten. Ob eine bestimmte Person in Ihrer Organisation eine bestimmte Verbindung hergestellt hat, wird so zur Auslegungssache statt zur Tatsache.
Jede Verbindung ist an Ihre feste IP und an bestimmte Zugangsdaten eines Nutzers gebunden. Die Aufzeichnungen sind klar und direkt zuordenbar und zeigen verlässlich, wer wann worauf zugegriffen hat.
Infrastruktur mit dedizierter IP hilft Ihnen, Ihrer Pflicht nachzukommen, kontrollierten Zugriff auf Systeme mit personenbezogenen Daten nachzuweisen. Eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung erhalten Sie auf Anfrage.
Geteilte VPN-Server bedienen viele Nutzer gleichzeitig: Spitzenlast führt zu Überlastung und unvorhersehbarer Latenz
Der Durchsatz wird auf alle gleichzeitigen Nutzer des VPN-Servers verteilt. Zu Stoßzeiten führt die Konkurrenz um Bandbreite zu Latenzspitzen, die Videoanrufe, VoIP und Echtzeit-Datenübertragungen beeinträchtigen.
Ihr VPN-Server bedient nur Ihre Organisation. Der Durchsatz ist gleichbleibend und planbar: keine Konkurrenz durch andere Mandanten, egal wie stark die übrige Plattform ausgelastet ist.
Beide Optionen haben ihre Berechtigung: So entscheiden Sie
Siehe: Dediziertes VPN für Unternehmen · VPN mit statischer IP für Remote-Teams · VPN-Infrastruktur für BYOD
Häufige Fragen zu VPNs mit dedizierter und geteilter IP
Eine dedizierte IP ist eine feste Adresse, die exklusiv Ihrer Organisation zugewiesen ist: Kein anderer Nutzer teilt sie. Eine geteilte IP stammt aus einem Pool, den viele verschiedene Nutzer gleichzeitig verwenden. Die wichtigsten Unterschiede: Kontrolle über die IP-Reputation, Verlässlichkeit beim Whitelisting und die Möglichkeit, einen sauberen Audit-Trail vorzulegen.
Im geschäftlichen Umfeld meistens ja. Mit einer dedizierten IP wird Ihre IP-Reputation nicht von anderen Nutzern beeinflusst, Ihr Datenverkehr ist auf Ebene des VPN-Servers isoliert und Sitzungsprotokolle lassen sich eindeutig den Nutzern Ihrer Organisation zuordnen. Geteilte IPs können wegen des Verhaltens anderer gesperrt werden und erschweren einen sauberen Audit-Trail.
Wenn Ihr Compliance-Rahmenwerk verlangt, dass Sie nachweisen, wer wann auf welche Systeme zugegriffen hat, macht eine dedizierte IP in Verbindung mit Audit-Protokollen auf Sitzungsebene das deutlich einfacher. Geteilte IPs erschweren die saubere Zuordnung von Sitzungen, was bei einem Audit zur Schwachstelle werden kann.
Für Unternehmen mit Compliance-Pflichten, zu verwaltenden Zugängen für Dienstleister oder Systemen, die IP-Whitelisting erfordern: ja. Die Kosten eines Sicherheitsvorfalls oder eines nicht bestandenen Audits übersteigen die Mehrkosten dedizierter Infrastruktur in der Regel bei Weitem.
Verbinden Sie sich mit Ihrem VPN und notieren Sie Ihre öffentliche IP-Adresse mit einem Lookup-Tool. Verbinden Sie sich später erneut und prüfen Sie noch einmal. Ändert sich die Adresse zwischen den Sitzungen, nutzen Sie einen geteilten Pool. Bleibt sie gleich, trennen Sie andere Geräte und suchen Sie online nach der Adresse: Geteilte IPs stehen oft auf Sperrlisten oder gehören zu Rechenzentrums-Pools, die viele Kunden nutzen. Ihre aktuelle Adresse können Sie mit unserem kostenlosen IP-Lookup-Tool prüfen.
Eine echte IP (oft dedizierte oder statische IP genannt) ist eine Adresse, die exklusiv Ihnen zugewiesen ist. Dienste, mit denen Sie sich verbinden, sehen also immer dieselbe, zuordenbare Adresse. Eine geteilte IP wird von vielen fremden Nutzern gleichzeitig verwendet, Dienste sehen also den Datenverkehr Fremder mit Ihrem vermischt. Wenn Sie Whitelisting, eine saubere Reputation oder einen Audit-Trail brauchen, brauchen Sie eine echte, dedizierte IP.
Ihre Organisation erhält ab dem ersten Tag ihre eigene feste IP, eine saubere Reputation und einen vollständigen Audit-Trail der Sitzungen.